Methoden -Was bedeutet „Transaktionsanalyse“?

 

Transaktionsanalyse ist weit mehr als ein „Methodenkoffer“ und versteht sich auch nicht als solcher. Der Begründer Eric Berne (1910 – 1970), ein Psychiater mit psychoanalytischer Lehrtherapie, etablierte den Anspruch, eine bestimmte innere Haltung gegenüber seinen Klienten einzunehmen. Diese wurde bekannt als „ich bin okay, du bist okay“. Tatsächlich ist es im Alltag, in der Familie, im Arbeitskontext und auch in Beratungssituationen oftmals gar nicht leicht, sich selbst und sein Gegenüber als „okay“ wahrzunehmen. Zum Glück können wir dies üben!

Bild: Jan Tepass/ dbl e. V.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der TA ist die „Autonomie“. Sie meint, dass laut Berne jeder Mensch in der Lage ist, zu denken und eigene Entscheidungen zu treffen. Dies bedeutet, dass jeder Mensch (im Rahmen seiner Möglichkeiten) für sich selbst verantwortlich ist. In der Anwendung dieses Leitsatzes ergeben sich jedoch zahlreiche Situationen, in denen wir uns bewusst daran erinnern müssen, dass auch Beratungs-, Ausbildungs- oder Supervisionsprozesse auf der Basis einer geteilten Verantwortung stattfinden. Das bedeutet: Die Logopädin / Ausbilderin / Supervisorin… stellt ihre Kompetenzen zur Verfügung und der Klient die seinen. Die Aufgabe der Patienten / Auszubildenden / LogopädInnen besteht also darin, eigenen Ressourcen wie Motivation, Compliance, Verbindlichkeit in Bezug auf Vereinbarungen, Offenheit für Neues, Bereitschaft zur Reflexion, eigene Ideen und auch Ehrlichkeit mit sich selbst zu aktivieren und im Sinne des gemeinsamen Prozesses zur Verfügung zu stellen.

Mehr Informationen zur Transaktionsanalyse finden Sie hier:

https://www.dgta.de/

http://clausen-soehngen.de/